Patientenrecht

Dienstag, 21. November 2006

Herausgabe von Behandlungsunterlagen

Jeder hat das Recht auf seine Behandlungsunterlagen; bereits in diesem Beitrag habe ich die gesetzlichen Vorschriften genannt. Nun möchte ich einen kleinen Überblick über die bisherigen Stationen meiner Recherche liefern:

Nachdem ich Anfang des Jahres um Übersendung meiner Unterlagen von der Universität gebeten habe, bekam ich ein Schreiben, in dem es hieß, es seien keine weiteren Unterlagen mehr vorhanden. Lediglich die bereits übersandten Unterlagen würden zur Verfügung stehen.

Da diese Unterlagen aber ausschließlich aus Forderseiten bestanden, bat ich darum, wenigstens auch die Rückseiten in Kopie ausgehändigt zu bekommen und noch mals nach weiteren Unterlagen zu forschen.

Daraufhin bekam ich wieder ein Schreiben, in dem es hieß es seien wirklich keinerlei Unterlagen mehr vorhanden und auch die Rückseiten wären im Archiv nicht abgelegt. Da ich aber aus eigener beruflicher Praxis weis, wie ein Archiv geführt wird, habe ich seinerzeit das Schreiben mit den genannten Vorschriften verfasst und kurz die Vorgehensweise in einem Archiv hinterleuchtet - bestimmt aber freundlich.

Mit dem nächsten Schreiben der Universität habe ich dann die Rückseiten erhalten und ein Eingeständnis bekommen, nach weiteren Unterlagen forschen zu lassen. Dafür müsste ich lediglich meine Behandlungszeiträume und entsprechenden Stationen übermitteln.

Als ich die benötigten Daten zusammen hatte, habe ich erneut ein Schreiben an die Universität gesendet und es ist erst mal längere Zeit nichts passiert. Auf diverse Mail-Nachfragen erreichte mich nun ein Päckchen mit weiteren Unterlagen/Röntgenbildern und einer Pressenachricht über ein Feuer im Archiv der Universität.

Wenn ich da an die ersten Schreiben mit angeblich vernichteten Unterlagen denke, habe ich doch noch so einige – angeblich vernichtete - Unterlagen bekommen und werde auch in Zukunft an der Sache dranbleiben. Schließlich habe ich immer noch die Zusage, dass nach weiteren Unterlagen gesucht wird.

Ich denke einwenig freundlicher Nachdruck um an seine Behandlungsunterlagen zu kommen gehört dazu.

Ich wünsche viel Erfolg.

Montag, 29. Mai 2006

Dein gutes Recht beim Arzt

Vielen intersexuellen Menschen ist eine Traumatisierung gemein. Diese Traumatisierungen kamen durch frühkindliche Untersuchungen und/oder Operationen und ständig wiederkehrende Arztbesuche und Untersuchungen bzw. der Tabuisierung des Themas Intersexualität zustande. Viele intersexuelle Menschen vermeiden daher noch heute den Gang zum Arzt. Zu tief sitzen noch immer die Erinnerungen an Untersuchungen, über deren Sinn und Zweck sie nicht aufgeklärt wurden. Oder aber die Tabuisierung, Erinnerungen an Gespräche über den/die Betroffene/n, aber nicht mit dem/der Betroffenen, lösen sicherlich große Probleme bei der Identitätsfindung aus. Nicht zuletzt das Verschweigen der Ärzte auf andere Betroffene oder der Selbsthilfegruppe der XY-Frauen zum Austausch von Informationen und Kontaktmöglichkeiten, erschwert einen besseren Umgang mit der Thematik. Damit solche Situationen nie wieder vorkommen, sei dir gewiss, dass du dir von den Ärzten nicht alles gefallen lassen musst.

Du musst keine Untersuchungen über dich ergehen lassen, die du nicht möchtest. Wenn du Angst vor einer Untersuchung hast, sage deinem Arzt das und bitte ihn/sie, dir die Untersuchung zu erläutern. Ein guter Arzt ist gerne bereit, dir die Untersuchung genauestens zu erklären, vielleicht wird dir dadurch die Angst genommen.

Wenn der Arzt nicht bereit ist, dir die Untersuchung zu erläutern, kannst du die Untersuchung verweigern. Lass dich auf keinen Fall zu etwas zwingen, das du selbst nicht möchtest.

Dienstag, 16. Mai 2006

Akteneinsicht

Jeder Patient hat das Recht auf Einsicht in seine Patientenakte. Er hat ferner das Recht eine Kopie seiner Patientenakte zu verlangen – die anfallenden Papier-/Kopierkosten müssen selbst getragen werden -. Selbst von Röntgenaufzeichnung müssen auf Wunsch Abschriften bzw. Ablichtungen ausgehändigt werden.

Dieses Verfahren ist in den § 810 BGB, § 10 Abs. 2 BO ÄK SH, § 28 Abs. 3 Röntgenverordnung und §§ 28, 30 und 40 LDSG geregelt. Diese Festlegungen haben den Sinn und Zweck, Mehrfachuntersuchungen und entsprechende Kosten zu vermeiden.

Quelle oder Patientenrecht (pdf, 24 KB)

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